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Osservatorio - la Scuola Toscana

FABBRICHINO PRATO
von 6. Februar bis 29. März 2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

FABBRICHINO PRATO
Freitag 6. Februar
20.30 h und 22.00 h
Samstag 7. Februar
16.00 h und 20.00 h

 

 

 

 

 

FABBRICONE PRATO
Freitag 13. und Samstag 14. Februar
21.00 h
Sonntag 15. Februar
16.00 h

 

 

 

 


FABBRICONE PRATO
Freitag 27. und Samstag 28. Februar
21.00 h
Sonntag 1. März
16.00 h

 


FABBRICONE PRATO
Freitag 27. und Samstag 28. März 21.00 h
Sonntag 29. März
16.00 h

 

 

Ein Territorium mit seinen künstlerischen, schöpferischen Fähigkeiten genau erforschen. Den Atem des lebenden Organismus der Werke der jüngsten Generationen fühlen. Ihre Substanz hervorkommen lassen, sie in ihrer Poesie sichtbar machen.

Compagnien, Regisseure und Schauspieler, Gruppen, Formationen und Zusammenschlüsse , die verschiedensten, an denen die Toscana so reich ist, sehen, kennenlernen, treffen. Ihre Sprachen durchstreifen auf der Suche nach einer gemeinsamen Sprache, von Stilen und kreativen Strukturen, die in der Verschiedenheit gemeinsame Elemente haben.

Auf diese Weise, während der Suche, eine mögliche toskanische Schule des Theaters wiedergewinnen, auf die Weise, in der Piero Bigongiari vor 25 Jahren im Rahmen des 17. Jahrhunderts in der Malerei eine Florentiner Schule "entdeckte".

Verspottung und Vernunft; Realismus als Achtung auf die Wirklichkeit; sture und genau stilistische Sensibilität; dauernder Bezug zu bildender Kunst und Musik: das sind einige der grundlegenden Elemente dieser hypothetischen Schule. Luzi, Bilenchi, Pratolini und Roberto Longhi selbst könnten ihre geheimen Väter sein. Die Siebzigerjahre mit dem interdisziplinären Aufeinandertreffen der " sichtbaren Poesie" , der tiefliegende Bezugspunkt. Die Musik von Sylvano Bussotti, von Giuseppe Chiari das rhythmische Modell.

Osservatorio eröffnet ein Nachdenken über das theatralische und künstlerische Wagnis von Gruppen, Regisseuren, Künstlern - sowohl geographisch als auch sprachlich vereint - durch die Präsentation im Fabbricone der wichtigsten neuen und neuesten Produktionen, die den dauernden Wechsel im theatralischen Erbe dieser Region zeigen . Mit Vorsicht die kreativen Talente der Region hervortreten lassen: deren Spannung zu einem Theater der Kunst und der Kultur aufrechterhalten. Gleichzeitig einen Dialog mit dem Publikum einleiten, um die Vielfalt und den Reichtum der Erfahrungen, die sich in der Toskanischen Schule verbergen, verstehen und lieben zu lassen.

Programm

 

Porte Girevoli

I Testimoni
(nach "die Zeugen" von Diego Fabbri)

Die Suche nach einem Schuldigen, der Rundfunkaufruf, die Suche nach Zeugen, ein intropspektiver religiöser und existentieller Vorgang, um über die Grenzen des Menschen nachzudenken.

Die vorliegende Arbeit macht sich die Thematik Fabbris zu eigen und vollzieht ihren Ablauf nach durch die figurative und visuelle Kunst. Die erzählerischen Stationen folgen aufeinander durch künstlerische Ausdrucksformen wie Video, Grafik und Malerei. Man fahndet, man sucht nach dem Schuldigen. Eine angenommene metaphysische Person sucht und fordert die eigene Notwendigkeit zu existieren, indem sie sich hinter das Drama begibt, die Schuld, ihrer eigenen Unzulänglichkeit in der eigentlichen Welt gemacht aus Räumen, Linien, Farben, Materialien und Objekten. Die Kunst als Universum, das die menschlichen Gefühle wiederspiegelt und ihnen die Form von sichtbaren Emotionen gibt.

Daher die wesentliche Parallellität zum Text Fabbris und seines Hörspiels. Das Hörspiel regt die Phantasie an, lässt Personen sich vorstellen, Orte, Ereignisse, Situationen. Jeder baut sein eigenes Universum, seine eigene Erzählung.

Im Theaterstück wird versucht, den Zuschauer in dieselbe vorgestellte Lage zu versetzen. Eine Erzählung mit Figuren, die die Phantasie nicht einschränkt sondern sie im Gegenteil erhält unter Berücksichtigung der Einzigartigkeit der persönlichen Beunruhigungen.

 


Gli Omini

Gabbato lo Santo
(Das Heilige hintergangen)

Festtage. Rote Tage. Auf dem Kalender angezeichnete Daten.

Da werden die Bedürfnisse sein, die Unterschlagungen, die Lügen, Schuld, das nicht Gesagte, um einen roten Faden zwischen roten Tagen zu spannen. Schaukeln am Faden, ohne Kriterium oder Alternative; mit schlecht gesetzten Hoffnungen, zwischen überwundenen und unüberwindlichen Gläubigkeiten, unsere Menschlichkeit.

Jahr für Jahr. Jahresanfang mit Knallkörpern. Heuchelei, Melancholie, Wünsche und Formalität. Knallkörper, Knall, krumme Schläge. Es gibt kein Spiel, in dem man nicht aussteigen kann. Und gewinnen. Auch unter Freunden, auch wenn Feiertag ist. Um zu jubeln, sich abzureagieren, sich heiser zu schreien. Dann bereut, wer gesündigt hat. Zuerst Fastenzeit, dann Ostern.

Die Messe ist zu Ende. Das Heilige ist hintergangen. Die Herrschaft ist gefallen. Das Heilige ist hintergangen. Der Streik ist beendet. Das Heilige ist hintergangen. Der rote Faden scheint gerissen, die rote Fahne ist zerfetzt.

Besser anhalten, gut sein lassen, nicht daran denken. Italien ist das Land der Sonne und des Meeres. Besser feiern. Es ist Tradition, Gewohnheit, Aberglaube, Religion, Bedürfnis, der Kapaun muss gefüllt werden. Bedürnis nach Bedürfnis. Der Mensch hat Bedürfnisse. So bleibt das Fest und überlebt den, der es erlebt, und der es lebt, verzehrt sich.

 

I Sacchi di Sabbia


SANDOKAN
Frei nach "die Tiger von Mompracem" von Emilio Salgari

 

 

Archivio Zeta

ILIADE- I FIUMI PARLANO
(Ilias - die Flüsse sprechen)

Herstellung - Duell - Tötung - Befreiung - Beweinung - Begräbnis

Nach Aischylos und Sophokles noch einen Schritt zurück: Homer. Ein neuer Versuch im Sprechtheater: von Vers zu Vers. Während wir probieren, gehen wir mit Sympathie heran, mit Zustimmung, dass die Ilias noch lebendige Schrift ist, wenn der, der spricht oder zuhört aufmerksam ist, sich darauf einlässt. Das ist eine Schlacht, ein Misstrauen der Poesie gegen die Gewöhnung, gegen die Ignoranz, gegen all das, was für die Welt beleidigend ist.

Wir versuchen die Verse Homers, ins Italienische übertragen von Rosa Calzecchi Onesti (Dank der unermüdlichen herausgeberischen Sorge von Cesare Pavese), zu sprechen und mit Nadel und Faden eine rhythmische Geometrie der verbalen Duelle einzuheften: man lernt Feinheit und Geduld: um die Literatur mit dem Leben in Beziehung zu setzten, mit der Wirklichkeit, ihr Form, Gedanken, Seele und Vorstellung zu geben….

Vers um Vers wie Körper um Körper, wie Duell, Kopf, der nach dem Duell zum Chor wird und so gemeinsame Vieltonigkeit: Flüsse hören!

Gianluca Guidotti ed Enrica Sangiovanni

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