ABENDPROGRAMM
Erster Teil
21.00 h
Im Freien
Le due e un quarto
SENZA DENTI
Ohne Zähne
Nationale
Vorpremiere
Ohne Zähne, ohne Führung, ohne Worte und ohne Benzin haben
zwei frühreife Kinder ihre Wagen in bewegliche Fahrzeuge
verwandelt, auf denen sie sich selbstständig fortbewegen.
Improvisierte Rhythmen, Gags und lebende Puppen schaffen
eine komisch-grotteske bewegliche Performance mit einem
Theaterstück am Ende.
Das Stück entstand in Koproduktion mit dem Festival di
Teatro Urbano Mirabilia.
Martina
Soragna und Silvia Laniado gründeten 2007 die Theatergesellschaft
"Le due e un quarto" , die ihr Debüt am Festival "Burattinarte"
von Alba mit "Retrò" gab. Ausgehend von ihrer Ausbildung
im Bewegungstheater stellen sie den Körper der Puppedem
der Schauspielerin und ihren jeweiligen Bewegungen gegenüber.
Auf diese Art entwickeln sie einen persönlichen Stil,
in dem die Selbstironie erlaubt, Überlegungsansätze in
komischem Schlüssel zu zeigen.
22.00 h
ARENA
Gaspare
Nasuto/Luca Ronga
PULCINELLA A QUATTRO MANI
Zwei Theater nebeneinander, zwei Sätze Handpuppen,
zwei Szenen, die sich im Zusammentreffen zweier Puppenspieler
überkreuzen, die vierhändig spielen: Gaspare Nasuto und
Luca Ronga, echter Napolitaner der eine, nach Cervia verpflanzter
Bologneser der andere. Sie rufen ein Stück ins Leben ,
das gleichzeitig außerordentlich und doch treu der Tradition
der napolitanischen Guaratelle ist: einerseits Holz, Stoff
der Handpuppen, der Prügel, alle zum Repertoire gehörigen
Gegenstände, geben den Aktionen und der dauernden Improvisation
Rhythmus. Andererseits nähert sich ihr Pulcinella dem
modernsten und freiesten Experimentaltheater und schafft
ein entschieden zeitgemäßes Interesse.
Die Puppenspieler wagen es, ein meisterhaftes Puppenspielduell
zwischen Freundschaft, Schlägen, Duellen, Verfolgungen
und Versteckspielen zu beginnen. Der Zuschauer bleibt
verblüfft, verzaubert vom virtuosen Rhythmus der beiden
Spieler, die keinen Stillstand zulassen.
Zweiter
Teil
23.15 h
GRO?ER SAAL
Zachès
Teatro
IL FASCINO DELL'IDIOZIA
Der Zauber der Idiotie
Was
ist es, das im Goya der schwarzen Bilder berührt? Eine
Nachforschung über die Atmosphäre, die den Schwarzen Bidlern
Goyas innewohnt, auf der Bühne wiedergegeben durch Licht,
Ton und Bewegung. Eine Arbeit über die erzwungene Wahrnehmung
der Behinderung der Sinne. Die gleiche, die Goya durch
die Krankheit erlebte, die ihn schrittweise zur Taubheit
führte und während der er die Schwarzen Bilder schuf.
Die
Körper werden dem Blick durch Subtraktion geboten, verzerrt
in Dunkelheit, Stille und Bewegungslosikeit. Die Faszination
durch Goya und durch die Schwarzen Bilder ist die Faszination
durch die Idiotie, Idiotie im etimologischen Sinne: die
Sicht der Welt als persönliches Universum, privat und
unangreiflich und daher unbegriffen oder gesehen als außerhalb
der Normalität, der Gesellschaft, sonderbar, idiotisch.
Man muss sich an die Dunkelheit gewöhnen, um tiefer zu
sehen, um Gegenwarten zu begreifen, die sich nicht auf
die erste Beobachtung eröffnen. Das Licht ist nie umfassend,
klar, enthüllt nie die Körper als das, was sie sind, sondern
maskiert sie durch Dunkelheit. Und diese Dunkelheit hat
einen Ton.
Es
sind Bilder, gemalt von einem tauben Idioten. Die Schwarzen
Bilder, gemalt vor fast zwei Jahrhunderten, zeigen überall
ihr sehr aktuelles Sein: ein Mensch, ein Maler, entfremdet
der Welt, die ihn umgibt, besessen von Kriegen und Machtspielen,
deren Mitwirkender und Zeuge er war, der in seiner Kunst
eine Ausdrucksweise findet, seine Ohnmacht und seine Qualen
auszudrücken, sich bewusst der Gleichgültigkeit der Welt
und der Obszönität des menschlichen Geistes.
00.00 h
KLEINER SAAL
Il Dottor Bostik
ACQUA
mit Dino Arru und den Marionetten des Dottor Bostik
Es ist ein Eintauchen in die sichtbaren und phanthastischen
Zaubereien, die diese lebenswichtige Flüssigkeit begleiten:
es will seine Transparenz und die verschiedenen Möglichkeiten
erforschen, spielt mit den Gefühlen, die durch die täglichen
Erfahrungen mit dem flüssigen Element hervorgerufen werden:
Wasser ist Geruch. Geschmack, Farbe treibende Kraft und
Spielgefährte, aber Wasser ist auch die Angst vor dem
Schwimmen, Tiefenangst, Schrecken vor dem Gewitter… So
treten im Bogen des ganzen Stückes dauernde Erfindungen
auf: das sind poetische Bilder, zarte, surreale, ironische:
alles spielt sich im Inneren eines großen Spielraums ab
in einer besonderen Beziehung, die sich zwischen dem Spieler
und der Puppe einstellt und es erlaubt, wirkungsvoll Gefühle
und Bewegung zu vermitteln. Die Sprache erfolgt ausschließlich
durch Musik und Bilder.
Es
ist eines der meistaufgeführten Stücke der Compagnie.
Von 1993 bis heute hat es mehr als 500 Auführungen in
Italien und ganz Europa erlebt. Es hat nationale und internationale
Auseichnungen bekommen. Es wurde zu wichtigen Festivals
in Italien, Deutschland, Frankreich, Österreich, Kroatien,
Slowenien, Serbeien, und Griechenland eingeladen. 1998
wurde es für Spieltechnik von der Jury des 31. Internationalen
Marionettenfestivals in Zagrab (Kroatien) ausgezeichnet,
und 2003 erhielt es den ersten Premio "Gianduja di pezza",
- Pinerolo- als bestes Figurentheaterstück. Als einzige
italienische Compagnie wurde Acqua zum XXX. Weltfestival
der UNIMA (Rijeka - Juni 2004) eingeladen.
1.00 h
CAFFETTERIA
Arrivano dal mare
EHI TU!
Damals, als der Fulesta Pulcinella in Persien traf
Die Compagnie ADM! hat zwei ausgezeichnete Künstler zusammengebracht:
Sergio Diotti (Märchenerzähler mit beträchtlichem Erfolg)
und Luca Ronga (begnadeter Puppenspieler, hervorgegangen
aus der Scuola dell'Atelier delle Figure) und hat sie
mit einem Text, den Stefano Giunchi im Iran gefunden hat,
zusammengebracht.
Es
handelt sich um eine der Geschichten aus dem Repertoire
der persischen Straßenpuppenspieler/-musiker des 19. Jahrhunderts
(aber mit ältesten Wurzeln), wo der Sklave Mobarak (enger
Verwandter u. a. von Arlecchino) und der Herr Palavan
Kacjàl (ein Cousin Don Giovannis) mit dem Erzähler und
dem Sitarspieler mit lautem und skurillem Schwung zusammenklingen.
Alle sprechen mittels der Pivetta.
Daher
ist eine Gründergeschichte gekommen, in der ein alter
Fulesta, in seltenen und geheimen Gegenständen aus fernen
Ländern, bis zum legendären Isfahan kramend, unwillentlich
eine Lampe reibt… dann geschieht etwas Unvorhergesehenes:
seltsame Wesen zwischen Tier und Dschinn (den gefährlichen
Geistern der Wüste) rauben, einmal hergerufen Fulesta
die Szene. Daraus entsteht ein Konflikt, der sich allmählich
in Sympathie und Zusammenarbeit wandelt. Dann ist da noch
eine Überraschung am Ende, die gewisse Erfahrungs- und
Theaterüberzeugungen ümstürzen könnte. Wir enthüllen sie
hier nicht, aber Ihr werdet es sehen…
Im FOYER, während der Pausen
GIANDUJA
VARIAZIONI SUL TEMA,
farse burattinesche mit Marco Grilli GIANDUJA
Allgemeines
Karten
Erster Teil 6,00 Euro -Zweiter Teil 6,00 Euro - Ganzer
Abend 10,00 Euro.
Informationen
Il Dottor Bostik Unoteatro Soc. Coop. Paola Lemetre Corso
Galileo Ferraris, 266 - 10123 - Torino Tel +39/011/19740288
fax +39/011/19740273 mobile +39/335/5451873