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FIGURE DI NOTTE
5. Ausgabe
Samstag, 22. Mai 2010

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ABENDPROGRAMM

Erster Teil

21.00 h
Im Freien

Le due e un quarto
SENZA DENTI
Ohne Zähne
Nationale Vorpremiere

Ohne Zähne, ohne Führung, ohne Worte und ohne Benzin haben zwei frühreife Kinder ihre Wagen in bewegliche Fahrzeuge verwandelt, auf denen sie sich selbstständig fortbewegen. Improvisierte Rhythmen, Gags und lebende Puppen schaffen eine komisch-grotteske bewegliche Performance mit einem Theaterstück am Ende.
Das Stück entstand in Koproduktion mit dem Festival di Teatro Urbano Mirabilia.

Martina Soragna und Silvia Laniado gründeten 2007 die Theatergesellschaft "Le due e un quarto" , die ihr Debüt am Festival "Burattinarte" von Alba mit "Retrò" gab. Ausgehend von ihrer Ausbildung im Bewegungstheater stellen sie den Körper der Puppedem der Schauspielerin und ihren jeweiligen Bewegungen gegenüber. Auf diese Art entwickeln sie einen persönlichen Stil, in dem die Selbstironie erlaubt, Überlegungsansätze in komischem Schlüssel zu zeigen.

 

22.00 h
ARENA

Gaspare Nasuto/Luca Ronga
PULCINELLA A QUATTRO MANI

Zwei Theater nebeneinander, zwei Sätze Handpuppen, zwei Szenen, die sich im Zusammentreffen zweier Puppenspieler überkreuzen, die vierhändig spielen: Gaspare Nasuto und Luca Ronga, echter Napolitaner der eine, nach Cervia verpflanzter Bologneser der andere. Sie rufen ein Stück ins Leben , das gleichzeitig außerordentlich und doch treu der Tradition der napolitanischen Guaratelle ist: einerseits Holz, Stoff der Handpuppen, der Prügel, alle zum Repertoire gehörigen Gegenstände, geben den Aktionen und der dauernden Improvisation Rhythmus. Andererseits nähert sich ihr Pulcinella dem modernsten und freiesten Experimentaltheater und schafft ein entschieden zeitgemäßes Interesse.
Die Puppenspieler wagen es, ein meisterhaftes Puppenspielduell zwischen Freundschaft, Schlägen, Duellen, Verfolgungen und Versteckspielen zu beginnen. Der Zuschauer bleibt verblüfft, verzaubert vom virtuosen Rhythmus der beiden Spieler, die keinen Stillstand zulassen.

Zweiter Teil

23.15 h
GRO?ER SAAL

Zachès Teatro
IL FASCINO DELL'IDIOZIA
Der Zauber der Idiotie

Was ist es, das im Goya der schwarzen Bilder berührt? Eine Nachforschung über die Atmosphäre, die den Schwarzen Bidlern Goyas innewohnt, auf der Bühne wiedergegeben durch Licht, Ton und Bewegung. Eine Arbeit über die erzwungene Wahrnehmung der Behinderung der Sinne. Die gleiche, die Goya durch die Krankheit erlebte, die ihn schrittweise zur Taubheit führte und während der er die Schwarzen Bilder schuf.

Die Körper werden dem Blick durch Subtraktion geboten, verzerrt in Dunkelheit, Stille und Bewegungslosikeit. Die Faszination durch Goya und durch die Schwarzen Bilder ist die Faszination durch die Idiotie, Idiotie im etimologischen Sinne: die Sicht der Welt als persönliches Universum, privat und unangreiflich und daher unbegriffen oder gesehen als außerhalb der Normalität, der Gesellschaft, sonderbar, idiotisch.

Man muss sich an die Dunkelheit gewöhnen, um tiefer zu sehen, um Gegenwarten zu begreifen, die sich nicht auf die erste Beobachtung eröffnen. Das Licht ist nie umfassend, klar, enthüllt nie die Körper als das, was sie sind, sondern maskiert sie durch Dunkelheit. Und diese Dunkelheit hat einen Ton.

Es sind Bilder, gemalt von einem tauben Idioten. Die Schwarzen Bilder, gemalt vor fast zwei Jahrhunderten, zeigen überall ihr sehr aktuelles Sein: ein Mensch, ein Maler, entfremdet der Welt, die ihn umgibt, besessen von Kriegen und Machtspielen, deren Mitwirkender und Zeuge er war, der in seiner Kunst eine Ausdrucksweise findet, seine Ohnmacht und seine Qualen auszudrücken, sich bewusst der Gleichgültigkeit der Welt und der Obszönität des menschlichen Geistes.

 

 

00.00 h
KLEINER SAAL

Il Dottor Bostik
ACQUA
mit Dino Arru und den Marionetten des Dottor Bostik

Es ist ein Eintauchen in die sichtbaren und phanthastischen Zaubereien, die diese lebenswichtige Flüssigkeit begleiten: es will seine Transparenz und die verschiedenen Möglichkeiten erforschen, spielt mit den Gefühlen, die durch die täglichen Erfahrungen mit dem flüssigen Element hervorgerufen werden: Wasser ist Geruch. Geschmack, Farbe treibende Kraft und Spielgefährte, aber Wasser ist auch die Angst vor dem Schwimmen, Tiefenangst, Schrecken vor dem Gewitter… So treten im Bogen des ganzen Stückes dauernde Erfindungen auf: das sind poetische Bilder, zarte, surreale, ironische: alles spielt sich im Inneren eines großen Spielraums ab in einer besonderen Beziehung, die sich zwischen dem Spieler und der Puppe einstellt und es erlaubt, wirkungsvoll Gefühle und Bewegung zu vermitteln. Die Sprache erfolgt ausschließlich durch Musik und Bilder.

Es ist eines der meistaufgeführten Stücke der Compagnie. Von 1993 bis heute hat es mehr als 500 Auführungen in Italien und ganz Europa erlebt. Es hat nationale und internationale Auseichnungen bekommen. Es wurde zu wichtigen Festivals in Italien, Deutschland, Frankreich, Österreich, Kroatien, Slowenien, Serbeien, und Griechenland eingeladen. 1998 wurde es für Spieltechnik von der Jury des 31. Internationalen Marionettenfestivals in Zagrab (Kroatien) ausgezeichnet, und 2003 erhielt es den ersten Premio "Gianduja di pezza", - Pinerolo- als bestes Figurentheaterstück. Als einzige italienische Compagnie wurde Acqua zum XXX. Weltfestival der UNIMA (Rijeka - Juni 2004) eingeladen.

1.00 h
CAFFETTERIA

Arrivano dal mare
EHI TU!
Damals, als der Fulesta Pulcinella in Persien traf

Die Compagnie ADM! hat zwei ausgezeichnete Künstler zusammengebracht: Sergio Diotti (Märchenerzähler mit beträchtlichem Erfolg) und Luca Ronga (begnadeter Puppenspieler, hervorgegangen aus der Scuola dell'Atelier delle Figure) und hat sie mit einem Text, den Stefano Giunchi im Iran gefunden hat, zusammengebracht.

Es handelt sich um eine der Geschichten aus dem Repertoire der persischen Straßenpuppenspieler/-musiker des 19. Jahrhunderts (aber mit ältesten Wurzeln), wo der Sklave Mobarak (enger Verwandter u. a. von Arlecchino) und der Herr Palavan Kacjàl (ein Cousin Don Giovannis) mit dem Erzähler und dem Sitarspieler mit lautem und skurillem Schwung zusammenklingen. Alle sprechen mittels der Pivetta.

Daher ist eine Gründergeschichte gekommen, in der ein alter Fulesta, in seltenen und geheimen Gegenständen aus fernen Ländern, bis zum legendären Isfahan kramend, unwillentlich eine Lampe reibt… dann geschieht etwas Unvorhergesehenes: seltsame Wesen zwischen Tier und Dschinn (den gefährlichen Geistern der Wüste) rauben, einmal hergerufen Fulesta die Szene. Daraus entsteht ein Konflikt, der sich allmählich in Sympathie und Zusammenarbeit wandelt. Dann ist da noch eine Überraschung am Ende, die gewisse Erfahrungs- und Theaterüberzeugungen ümstürzen könnte. Wir enthüllen sie hier nicht, aber Ihr werdet es sehen…

 

Im FOYER, während der Pausen

GIANDUJA VARIAZIONI SUL TEMA,
farse burattinesche mit Marco Grilli GIANDUJA

 

 

 

 

 

 

Allgemeines

Karten
Erster Teil 6,00 Euro -Zweiter Teil 6,00 Euro - Ganzer Abend 10,00 Euro.

Informationen
Il Dottor Bostik Unoteatro Soc. Coop. Paola Lemetre Corso Galileo Ferraris, 266 - 10123 - Torino Tel +39/011/19740288 fax +39/011/19740273 mobile +39/335/5451873