Nach
einem Text von Gianni Rodari
Zeichnungen von Lele Luzzati
mit Alessandro Ferrara,Tiziano Ferrari, Laura Zeolla
Dramaturgie Giovanni Covini
Regie und Ausstattung Anusc Castiglioni
Stoffe Federica Ferrari, Nicoletta Garioni
Musik Alessandro Nidi
Kostüme Giulia Bonaldi
Licht und Ton Davide Rigodanza
Atalanta, nach der Geburt im Wald ausgesetzt, weil sie
eine Frau ist, - König Jason, ihr Vater, wollte einen
echten Sohn, einen Mann, einen Krieger - wird zuerst von
einer besorgten Bärin, dann von Diana, der Göttin der
Jagd, aufgezogen: sie wächst heran, sehr geschickt mit
dem Bogen und sehr schnell im Laufen. Atalanta kehrt zu
den Menschen zurück, die sie immer hinter den Bäumen beobachtet
hat, um den Tod einer Kameradin zu rächen, aber auch ,
um sie besser kennenzulernen und herauszufinden, zu welcher
Welt sie gehört.
Mit
großer Geschicklichkeit tötet sie den Eber, der Tod und
Unheil in das Reich Kolchis gebracht hat und erringt so
Bewunderung und Respekt von den großen Helden Griechenlands.
Sie reist mit Theseus, Herkules und Jason, um das Goldene
Vließ zu erringen; während der Reise erlebt sie viele
Abenteuer, lernt ihre Freunde besser kennen - Theseus´
Intelligenz, die brutale Kraft und einfache Großzügigkeit
Herkules`, den Mut Jasons - und lernt List von Genie,
Verrat von Loyalität zu unterscheiden und versteht, dass
die Welt der Menschen mit ihrem Licht und ihrem Schatten
zu ihr gehört.
Endlich
findet Atalanta die Liebe des Vaters wieder, der sie um
Verzeihung bittet. Ohne Rachsucht beschließt sie, dass
es jetzt ihr Abenteuer ist, in seiner Nähe zu bleiben,
wissend, dass das, was sie in schwierigen Situationen
erlebt hat, nur eine Gelegenheit gewesen ist, auf andere
Art groß zu werden. "Der Mann, der mich im Laufen schlägt,
soll mein Gatte werden…" so lässt Atalanta das abenteurlustige
Mädchen gehen, um Platz für die Frau zu machen.
Gianni
Rodari entwickelt mit großer Geschicklichkeit parallell
die epische und die intime Geschichte Atalantas, die ein
Mädchen von heute sein könnte mit den Gedanken, den Gefühlen
und ihrem Blick auf die Welt auf der Suche nach ihrer
Identität. Auf der Bühne geben die Spieler diesen Parallellwelten
durch ihre Gegenwart und die magische Welt der Schatten
Leben. Mit diesem Stück will Gioco Vita Lele Luzzati ehren,
mit dem es die ersten "Sagenreisen" in die "Welt der Schatten"
gemacht hat.
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