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Amor di Patria e La Via Crucis di Gianduja (1864).
Vaterlandsliebe und Giandujas Kreuzweg (1864)

Torino
Cavallerizza Reale Manica Corta
via Verdi 8

Sonntag 11. April 2010
20.30 h

 

 

 

Begegnung mit Diego Novelli.

"Vaterlandsliebe" ist eine dunkle Seite aus dem Risorgimento, die Diego Novelli auf der Grundlage unveröffentlicher Dokumente rekonstruiert und erzählt hat, als wäre sie ein angehängter Roman.

Es ist 1864, in Folge des Übereinkommens vom September wird die Hauptstadt von Turin nach Florenz übertragen: eine Übertragung, mit zweifelhaftem Zweck und schweren blutigen Ereignissen, die auf der Piazza San Carlo ausbrachen, mit zahlreichen Toten und Verwundeten und gekennzeichnet von erschütterndem Verhalten Vittorio Emanueles II und des damaligen Ratspräsidenten Marco Minghetti.

Es ist die Geschichte dessen, was als das erste Staatsmassaker nach Ausrufung der nationalen Einheit bezeichnet werden kann, wovon La Via Crucis di Gianduja ein außerordentliches Gedenken darstellt. Geschaffen von Silla, einem der fruchtbarsten Karikaturisten der damaligen Zeit, zeigt es Gianduja, der gleich Christus ein Büßerkreuz auf der Schulter trägt: Sinnbild für das vereinte Italien. Besonders tragisch ist die 12. Stazion, wo ein gekreuzigter Gianduja genau zwischen den Kirchen Santa Cristina und San Carlo aufgestellt ist. . Der Kreuzweg Giandujas wurde umgehend besschlagnahmt, nicht wegen Religionsverletzung, sondern weil man in den verschiedenen Szenen des Kreuzweges lebende Politiker erkennen konnte: eine unverblümte und heute völlig undenkbare Metapher.

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